Getrocknete Blumen: Anleitung und Tipps
Wie kann ich einen frischen Blumenstrauß trocknen lassen?
Trockenblumen sind gerade so im Trend wie noch nie. Es gibt sie in allen denkbaren Farben und Formen, denn sie passen zu so gut wie jedem Einrichtungsstil. Das Beste daran? Du musst sie nicht unbedingt extra kaufen, denn es ist kein großer Prozess, deine eigenen Trockenblumen herzustellen. Es ist viel einfacher, als du vielleicht denkst! Und vom Hochzeitsstrauß über Geburtstagsblumen: Manche Blumen bedeuten uns so viel, dass wir uns gar nicht von ihnen trennen möchten. Zum Glück lassen sich deine Blumen trocknen – und zwar auch ganz einfach zuhause!

Auf die blumen, fertig, los!
Was braucht man, um einen Trockenblumenstrauß herzustellen? Richtig - Blumen! Und dafür musst du nicht extra in die Stadt fahren, denn meistens sind die saisonalsten und regionalsten Blumen bereits ganz in deiner Nähe. Schau dich ganz genau um und lasse deinen Blick über den Boden gleiten, wenn du gerade eine große Runde in der Natur spazieren gehst. Meist tummeln sich dort schon unzählige Möglichkeiten für deinen Strauß: Hafer, Schafgarbe, Hagebutten u.v.m. ...
Eine andere Alternativ ist natürlich die Wiederverwendung eines frischen Blumenstraußes. Aber Achtung! Die Blumen sollten nicht zu alt sein, damit dein Strauß trotzdem noch farbenfroh und knackig wirkt.
Welche blumen eignen sich am besten?
Ein wichtiger Tipp vorab: Leider lassen sich nicht alle Blumen trocknen, zumindest nicht gleich gut. Tulpen und Lilien gehören zum Beispiel dazu. Du kannst zwar die Blüten und Blätter trocknen, da sie viel Feuchtigkeit enthalten, ist der Aufwand jedoch sehr groß und nicht immer von Erfolg gekrönt.
Stattdessen kannst du beispielsweise Hortensien trocknen, denn sie enthalten ohnehin nicht viel Feuchtigkeit und sehen getrocknet einfach wunderschön aus. Auch Rosen sind ein echter Klassiker. Aus getrockneten Rosenblüten kannst du zum Beispiel herrlich duftendes Potpourri und vieles mehr herstellen.
Natürlich kannst du auch jeden anderen Blumenstrauß trocknen, um zu sehen, was passiert. Zur Erleichterung haben wir dir hier eine kleine Liste mit Blumen zusammengestellt, die sich für dein DIY-Projekt eignen.
Du kannst Rosen, (Feld-) Rittersporn, Amarant, Kräuter, Artemisia, Strohblume, Lavendel, Hortensie, Sonnenhut, Brandschopf, Schafgarbe, Mohnblumen, Prachtspiere, Stiefmütterchen, Eukalyptus, Craspedia, Strandflieder und Schleierkraut problemlos trocknen.
Beachte: Größere Blüten voller Blütenblätter lassen sich nicht so gut trocknen. In diesem Fall kannst du die Blütenblätter einfach abziehen und einzeln trocknen.

Die Trocknung: Diese Methoden gibt es
Hast du den passenden Blumenstrauß zum Trocknen gefunden? Es gibt verschiedene Methoden, mit denen du deine Blumen trocknen kannst. Welche die richtige ist, hängt auch von deinem DIY-Projekt ab.

Blumen und Blüten pressen, mir der Press-Methode
Wenn du aus deinen getrockneten Blumen schöne Accessoires, Handyhüllen oder ein Bild kreieren möchtest, benötigst du dafür flach gepresste Blüten. Die folgende Methode ist ideal, wenn du einzelne Blüten und Blätter trocknen möchtest oder sehr kleine Blumen hast. Folgenden Utensilien brauchst du:
frische Blumen,
Schere,
einen Stapel schwerer Bücher,
weißes Papier,
klaren Kleber,
ein wenig Geduld
Folge einfach der Schritt-für-Schritt-Anleitung, um getrocknete Blumen ganz einfach selbst herzustellen:
Entferne die einzelnen Blütenblätter, falls die Blüte zu groß zum Trocknen ist.
Kürze die Blumenstiele um etwa 1 bis 5 cm.
Öffne ein schweres, gebundenes Buch und leg ein Blatt Papier hinein.
Ordne die Blumen, Blüten und Blätter auf dem Papier an und achte darauf, zwischen den einzelnen Blumen genügend Platz zu lassen. Sie könnten sonst zusammenkleben.
Decke dein Arrangement mit einem zweiten Blatt Papier ab.
Schließe das Buch und stapel die restlichen Bücher darüber, damit die Blüten fest zusammengepresst werden.
Warte zwei Wochen ab. Das ist der Teil, der etwas Geduld erfordert.
Öffne das Buch nach zwei Wochen, um einen Blick auf deine selbst getrockneten Blumen zu werfen!
