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Die Freundschafts-Umfrage: Was uns wirklich wichtig ist

Ob es ein lieber Gruß zum Jahrestag ist, ein Blumenstrauß „einfach so“ oder das geduldige Zuhören, wenn die beste Freundin beim Kaffee zum fünften Mal dieselbe Geschichte erzählt: Es sind oft die kleinen Gesten, die uns den Menschen in unserem Leben besonders nahebringen. Und obwohl wir über Anrufe, SMS und Gruppenchats heute vernetzter sind denn je, sind es meist genau diese kleinen Momente, die eine Freundschaft langfristig prägen.

Doch wie sehen Freundschaften in Deutschland heute eigentlich aus? Und was kostet es uns wirklich, eine gute Freundin oder ein guter Freund zu sein?

Um das herauszufinden, haben wir 2.000 Erwachsene befragt und untersucht, was langjährige Freundschaften zusammenhält. Von den Ausgaben für gemeinsame Meilensteine bis hin zu den Dingen, durch die wir uns wirklich wertgeschätzt fühlen: Wir zeigen, was in modernen Freundschaften am meisten zählt und wo im Alltag die größten Stolpersteine liegen.

cups of tea on picnic table
cups of tea on picnic table

Welche Rolle spielt Geld in Freundschaften?

Wie jede andere Beziehung auch, sind Freundschaften oft mit Ausgaben verbunden. Ob Geburtstagsgeschenke, Restaurantbesuche, Wochenendtrips oder große Meilensteine wie Hochzeiten: Für unsere Liebsten da zu sein bedeutet im Laufe des Jahres eben auch, immer mal wieder das Portemonnaie zu zücken.

Wie viel geben die Deutschen für ihre Freundschaften aus?

Die Kosten für Freundschaften sind von Mensch zu Mensch verschieden. 27 % der Befragten gaben jedoch an, dass sie monatlich etwa 21 bis 50 Euro für gemeinsame Essen, Drinks, Aktivitäten oder Reisen ausgeben. In Hannover liegt dieser Wert sogar noch etwas höher. Hier lassen sich Freundschaften durchschnittlich 73,85 Euro im Monat kosten, gefolgt von München mit 72,62 Euro. Die Schlusslichter bilden Köln (58,57 Euro) und Leipzig (55,26 Euro).

Interessanterweise zeigt die Umfrage, dass Frauen für ihre Freundschaften tendenziell etwas weniger Geld in die Hand nehmen als Männer: Nur 21 % der Frauen geben zwischen 51 und 100 Euro aus, verglichen mit 25 % der Männer.

Geburtstage und Geschenke sowie Restaurantbesuche führen die Liste der Ausgaben mit jeweils 25 % an, dicht gefolgt von gemeinsamen Urlauben (19 %).

Steht uns das Geld manchmal im Weg?

Für einige können diese Kosten dazu führen, dass eine Zusage für gemeinsame Pläne schwerer fällt. Mehr als die Hälfte (57 %) gab zu, schon einmal eine Einladung ausgeschlagen zu haben, weil das Geld knapp war – bei 16 % kommt das sogar mehrmals im Monat vor. 7 % gaben an, dass sie zwar an einem Treffen teilgenommen haben, sich aber insgeheim Sorgen um ihr Budget machen mussten.

Besonders die jüngere Generation spürt diesen Druck: 83 % der 25- bis 34-Jährigen haben schon einmal Einladungen aus finanziellen Gründen abgesagt, während es bei den 55- bis 64-Jährigen nur etwas mehr als die Hälfte war.

In vielen Freundschaften spielt Geld hingegen überhaupt keine Rolle. 29 % der Befragten gaben an, sich in Gegenwart von Freunden noch nie unter Druck gesetzt gefühlt zu haben, Geld auszugeben – in der Altersgruppe ab 65 Jahren steigt dieser Wert sogar auf 44 %.

Wenn es ums Geld geht, wird es manchmal unangenehm

Auch wenn es in einer Freundschaft um weit mehr geht als um das Teilen der Rechnung, gibt es Momente, in denen das Thema Geld sensibel sein kann.

Ob es die Freunde sind, die jeden Cent akribisch nachrechnen (22 %), ganz zufällig ihr Portemonnaie vergessen (19 %) oder das teuerste Gericht bestellen und dann vorschlagen, die Rechnung einfach durch alle zu teilen (18 %) – solche Kleinigkeiten könnten für miese Stimmung sorgen.

Die meisten sind sich jedoch einig, dass Fairness an erster Stelle steht: Fast die Hälfte (46 %) findet, dass Rechnungen eher nach Einkommen statt stur zu gleichen Teilen aufgeteilt werden sollten.

Zudem zeigt sich, dass Frauen eher dazu neigen, sich an das Konsumverhalten ihrer Freunde anzupassen: 14 % gaben an, diesen Druck schon einmal gespürt zu haben, verglichen mit 10 % der Männer.

Freundschaft im Fokus

Geld beeinflusst zwar, wie viel wir mit unseren Freunden unternehmen können, aber es ist nicht das, was uns einander nahebringt. Unsere Umfrage zeigt: Auch wenn die Begleitung bei den großen Meilensteinen des Lebens wichtig ist, basieren die besten Freundschaften auf etwas viel Einfacherem – dem ganz normalen Alltag. 

Kannst du dich auf deine Freunde verlassen?

Das Leben ist oft stressig, aber um in Kontakt zu bleiben, braucht es nicht immer monatelange Planung. Auf die Frage, wie lange im Voraus Verabredungen meist getroffen werden, antwortete die Mehrheit (41 %), dass sie sich ein paar Tage vorher abstimmt. 28 % treffen sich sogar oft ganz spontan am selben Tag.

Doch abgesehen vom schnellen Kaffee zwischendurch: Wie viele von uns haben Freunde, die sie im Notfall auch nachts um zwei Uhr anrufen könnten? 34 % gaben an, gleich zwei solcher Freunde zu haben, die sofort abheben würden, während 27 % sich auf eine bestimmte Person verlassen können. Ein kleinerer Teil (16 %) wusste spontan niemanden, den sie nachts um zwei Uhr anrufen könnten.

Wodurch fühlen wir uns am meisten wertgeschätzt?

Wenn es um Wertschätzung geht, gab mehr als die Hälfte (53 %) an, sich besonders geliebt zu fühlen, wenn Freunde alles stehen und liegen lassen, um zu helfen. Sei es die Fahrt zum Flughafen morgens um fünf Uhr oder das Anbieten einer Schlafmöglichkeit für die Nacht – es geht darum, füreinander da zu sein, selbst wenn es gerade ungelegen kommt. Die ältere Generation legt darauf besonders großen Wert: 64 % der über 65-Jährigen stimmten dem zu, verglichen mit nur 40 % der 18- bis 24-Jährigen.

Auch kleine Gesten spielen eine große Rolle: Für 29 % ist eine überraschende Nachricht oder ein Geschenk „einfach so“ das schönste Zeichen von Zuneigung. Dies ist besonders bei den Jüngeren beliebt – 37 % der 25- bis 34-Jährigen freuen sich über solche unerwarteten Aufmerksamkeiten.

Zudem betonten 26 % der Befragten, wie wichtig es ist, bei Meilensteinen im Leben Präsenz zu zeigen – sei es eine Nachricht mit Glückwünschen vor einem Vorstellungsgespräch oder die Frage nach dem Befinden an einem schweren Jahrestag.

Wie unterstützen die Deutschen ihre Freunde?

Jeder Mensch hat seine eigene Art zu zeigen, dass ihm jemand am Herzen liegt. Aber wie sieht diese Unterstützung in Deutschland konkret aus?

Wenn eine enge Freundin oder ein enger Freund eine schwere Zeit durchmacht, greifen 47 % der Befragten als Erstes zum Telefon, während 33 % lieber eine unterstützende Nachricht schreiben. 10 % verschicken in solchen Momenten gerne etwas Handfestes wie ein Care-Paket, Essen oder ein Geschenkset per Post.

Und wie oft zeigen wir unseren Freunden, dass wir an sie denken? Mehr als ein Viertel gab an, im letzten Monat eine aufmerksame Geste von Freunden erhalten zu haben, bei 24 % liegt dies maximal sechs Monate zurück. 16 % bekommen solche Aufmerksamkeiten allerdings nur zu besonderen Anlässen.

Frauen neigen übrigens eher dazu, ihren Freunden kleine Pakete nach Hause zu schicken (12 %), als Männer (7 %).

Unerwartete Geschenke sind natürlich kein Muss, aber sie sind ein wunderbarer Weg, um zu zeigen: „Ich denke an dich“ – besonders dann, wenn man sich gerade nicht persönlich sehen kann.

Kleine Macken und das Geheimnis von gutem Kontakt

Ob vollgepackte Terminkalender oder Pläne, die kurzfristig ins Wasser fallen: Freundschaften laufen nicht immer ganz reibungslos. Wir haben die Deutschen nach den Angewohnheiten gefragt, die sie am meisten stören, und wie sie die Verbindung zu ihren Liebsten stärken.

Welche Angewohnheiten belasten eine Freundschaft?

Die meisten Frustrationen drehen sich um mangelndes Engagement: 32 % finden es anstrengend, wenn sich jemand nur meldet, wenn die Person einen Gefallen braucht. Genauso viele ärgern sich über Lästereien hinter dem Rücken. 22 % nannten Unzuverlässigkeit, wie etwa extrem kurzfristige Absagen, als großen Störfaktor.

Interessanterweise empfinden 8 % der Befragten eine reine „Catch-Up-Kultur“ als Belastung, also Treffen, bei denen es nur noch darum geht, schnell die Neuigkeiten der letzten Wochen abzuarbeiten, statt gemeinsam neue Erinnerungen zu schaffen.

Wie halten die Deutschen Kontakt?

Beim Thema Kommunikation setzen 57 % auf Textnachrichten, 45 % treffen sich am liebsten persönlich, während 39 % Telefonate oder Videoanrufe bevorzugen.

24 % gaben zudem an, dass sie Sprachnachrichten schön finden, weil sie besonders persönlich und authentisch wirken. Diese sind vor allem bei der jüngeren Generation beliebt: 33 % der 18- bis 24-Jährigen bevorzugen Sprachnachrichten, verglichen mit nur 17 % der über 65-Jährigen. Letztere greifen lieber ganz klassisch zum Telefonhörer.

Spielt Distanz wirklich eine Rolle?

Obwohl viele Freundschaften heute über verschiedene Städte und Länder hinweg gepflegt werden müssen, scheint die Entfernung kein allzu großes Hindernis zu sein. Zwar gaben 12 % an, dass sich Freundschaften durch die Distanz im Sande verlaufen, die Mehrheit (37 %) ist jedoch der Meinung, dass Entfernung absolut keinen Einfluss auf eine gute Freundschaft hat. Über ein Viertel der 25- bis 34-Jährigen sieht das so, und bei den 55- bis 65-Jährigen sind es sogar 44 %.

Das liegt vermutlich auch daran, dass es heute dank sozialer Medien leichter ist, denn je, am Leben der anderen teilzuhaben. 22 % gaben an, mehrmals am Tag die Profile ihrer Freunde in den sozialen Netzwerken zu checken, weitere 24 % tun dies mehrmals pro Woche. 

Auch wenn persönliche Treffen die tiefsten Verbindungen schaffen, ist der digitale Austausch die perfekte Lösung für die Momente, in denen man sich nicht nahe sein kann.

Feiert eure Freundschaften mit Bloom & Wild

Was kostet es also wirklich, eine gute Freundin oder ein guter Freund zu sein? Es sieht ganz danach aus, als hätten die wertvollsten Dinge kein Preisschild. Es geht darum, sich Zeit für ein Gespräch zu nehmen, an wichtige Tage zu denken und nach einem stressigen Tag kurz nachzufragen, wie es dem anderen geht – kurz gesagt: alles, was unseren Liebsten das Gefühl gibt, gesehen und geschätzt zu werden.

Wenn du deinen Freunden zeigen möchtest, dass du an sie denkst, auch wenn ihr euch gerade nicht sehen könnt, ist eine unerwartete Blumenlieferung oder eine handgeschriebene Karte genau das Richtige. Sie wirken vielleicht klein, sind aber ein wunderbarer Weg, um jemandem den Tag zu verschönern. Sonnenblumen können beispielsweise eine wunderbare Aufmunterung sein.

Und wenn du nach noch mehr Inspiration suchst: Auf dem Bloom & Wild Blog findest du jede Menge Ideen, wie du die besonderen Menschen in deinem Leben feiern kannst. Entdecke dort die schönsten Geburtstagsgrüße für Freunde oder liebe Worte zum bestandenen Abschluss für die ganz großen Meilensteine. 

Methodik

Bloom & Wild hat im Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut 3Gem 2.000 in Deutschland lebende Erwachsene zum Thema Freundschaften befragt. Die Umfrage wurde vom 1. bis 7. Juli 2026 durchgeführt.