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So pflegst du Zimmerpflanzen richtig

Dein Leitfaden zur Pflanzenpflege

Beim Thema Pflanzenpflege bist du noch etwas grün hinter den Ohren? In unserem Leitfaden erfährst du alles, was du wissen musst. Vom Gießen und Düngen bis zum richtigen Standort – mit unseren Tipps werden deine Zimmerpflanzen viele Jahre lang gedeihen. Noch mehr Pflegetipps findest du übrigens im Beileger deines Bloom & Wild-Pakets.

group shot of plants in office
group shot of plants in office

Erste Hilfe

Hat deine Pflanze schon mal besser ausgesehen? Vergilbte Blätter, braune Stellen oder vertrocknete Blätter - wenn du das entdeckst, machst du dir sicher erstmal Sorgen um deine Pflanzen. Woran du erkennst, was deiner Pflanze fehlt und was anschließend zu tun ist, lernst du in dieser Sektion.

Gelbe Blätter

Ab und zu kommt es vor, dass du deine Pflanze mit zu viel Liebe... äh… Wasser übergießt. Die meisten Pflanzen sind tatsächlich dankbarer, wenn man es mit dem Gießen moderat hält und wirklich erst zur Gießkanne greift, wenn die obere Schicht der Erde gut angetrocknet ist.Zu viel Wasser schadet allerdings nicht nur deinen Blättern, die sich gelb verfärben, sondern auch den Wurzeln. Wenn Staunässe entsteht, können die Wurzeln anfangen zu faulen - das kann fatale Folgen haben. Sei also ruhig sparsam mit dem Wasser.Ein weiterer Grund für die gelben Blätter kann ein Überschuss an Nährstoffen sein - das entsteht zum Beispiel, wenn du die Pflanzen zu oft düngst oder umtopfst und sie neue Erde mit vielen Nährstoffen bekommen. Schau hier am besten vorher nach, wie oft du die einzelnen Pflanzen düngen solltest.

Braune Blattränder

Braune und vertrocknete Blattränder deuten meist darauf hin, dass die Luftfeuchtigkeit im Raum zu gering ist. Viele Pflanzen, die nun bei dir wohnen, sind ein tropischen Klima gewöhnt. Sie lieben eine warme und feuchte Umgebung.Dass das bei uns Zuhause nicht immer der Fall ist, ist klar. Aber auch hierfür gibt es eine Lösung. Entweder investierst du in einen Luftbefeuchter, der die gesamte Luftfeuchtigkeit im Raum steigen lässt oder du hilfst selber nach. Du kannst die Blätter regelmäßig mit kalkarmem Wasser besprühen oder sie einmal im Monat abduschen.Besonders Calatheas neigen dazu, durch ihre Blätter ihre Unzufriedenheit auszudrücken. Sie lieben Räume mit einer hohen Luftfeuchtigkeit, also kannst du sie ruhig auch im Badezimmer platzieren.

Die Blätter hängen schlaff herab

Oh je - deine Pflanze sieht mit ihren schlaff herunter hängenden Blättern etwas traurig aus? Kein Problem, du kannst sie wieder aufrappeln. Zuallererst solltest du die mögliche Ursache dafür herausfinden: kontrolliere hierfür den Standort, die Wasserzufuhr sowie im Extremfall die Wurzeln. Ist der Standort für deine Pflanze nicht passend und beispielsweise zu hell oder sonnig, kann dies der Auslöser für die schlaffen Blätter sein. Ebenso kann Zugluft deiner Pflanze schaden und diese Reaktion hervorrufen. Zu wenig Wasser bedeutet für die Pflanze zu wenig Kraft, weswegen die Blätter herabhängen können. Sollten deine Pflanze kranke, vergilbte oder braune, vertrocknete Blätter haben, raten wir dir, diese sofort abzuschneiden, weil sie deinem grünen Liebling sonst zu viel Energie entziehen. Im schlimmsten Fall kann ein Wurzelschaden der Auslöser für die schlaffen Blätter sein. Untersuche also vorsichtig, ob es den Wurzeln gut geht, indem du die Pflanze aus der Erde nimmst und dir den Zustand der Wurzeln anschaust. Riechen diese leicht schimmlig und sehen nicht mehr gut aus, solltest du sofort reagieren. Schneide die kranken Teile der Wurzeln ab und pflanze deinen grünen Schützling in komplett frische und neue Erde ein - ein Reset für die Pflanze also. ;)

Braune Flecken auf den Blättern

"Braune Flecken oder kleine “Schrammen” auf den Blättern sind grundsätzlich erst einmal nichts Schlimmes. Da es sich bei den Pflanzen um ein Naturprodukt handelt, ist es ganz normal, dass die Blätter keine Makel aufweisen. Merkst du aber, dass bestimmte Pflanzen vermehrt braune Flecken aufweisen, solltest du genauer hinschauen.Meistens sind diese Flecken auf den Standort zurückzuführen. Besonders Pflanzen, die in der direkten (Mittags-)Sonne stehen, bekommen leicht Sonnenbrand. Dadurch trocknen die Blätter teilweise aus und die Flecken entstehen.In manchen, aber den seltensten Fällen, können die braunen Flecken auch auf eine Krankheit, wie z.B. einen Pilzbefall, hindeuten. In diesem Fall muss schnell gehandelt werden: die betroffenen Blätter sollten direkt entfernt und entsorgt werden, die Pflanze sollte mit einem Fungizid behandelt und von anderen Pflanzen isoliert werden, damit sich die Krankheit nicht ausbreitet. In den seltensten Fällen ist die Ursache für die braunen Flecken allerdings ein Pilz - also keine Panik!

Kleine, schwarze Fliegen in der Blumenerde und wie du sie los wirst

Oh, oh! Da hast du es wohl etwas zu gut mit dem Gießen gemeint. Entdeckst du kleine schwarze Fliegen in und auf deiner Erde, heißt das meist Trauermücken-Alarm. Diese kleinen Tierchen sehen zwar gemein aus, sind aber kein Grund zur Sorge, wenn du sie rechtzeitig entdeckst.Schwirren die Trauermücken zunächst nur in der Nähe deines Topfes herum, sind sie lediglich lästig. Wenn du aber kleine Larven auf der Erde entdeckst, dann ist es höchste Zeit, um zu handeln. Dafür empfehlen wir sanfte Methoden: du kannst zum Beispiel Streichhölzer in die Erde stecken, etwas kalten Kaffee auf die Erde gießen oder etwas Kies auf die Erde verteilen, damit keine weiteren Larven dort abgelegt werden können.Außerdem gibt es “Gelbsticker”, die die kleinen Tierchen anlocken. Darauf bleiben diese dann kleben und halten sich somit von der Pflanze fern. Schön sieht es vielleicht nicht aus, aber es hilft und du kannst schlimmere Schäden an den Wurzeln verhindern.

Richtig gießen

Wie oft sollte man Zimmerpflanzen gießen?

Jede Pflanze ist anders, deshalb gibt es keine Faustregel zum richtigen Gießen. Allerdings solltest Staunässe immer vermeiden, deine Pflanzen also nicht übergießen. Bei Staunässe fangen Pflanzen nämlich an zu faulen und – wenn du nicht schnell genug reagierst – gehen ein. Normalerweise sind Pflanzen im Sommer durstiger, in den Wintermonaten benötigen sie weniger Wasser. Die jeweiligen Bedürfnisse der Pflanze kannst du auf der beigelegten Pflegeanleitung nachlesen.

Wie weiß ich, ob meine Pflanzen Wasser brauchen?

Die meisten Pflanzen zeigen dir leider nicht, dass sie durstig sind – und wenn sie es tun, ist es meistens schon zu spät. Unser Pflanzenpflege-Tipp ist daher, im Zweifel die Pflanzenerde zu prüfen. Stecke deinen Finger circa 5 cm tief in die Erde. Fühlt sie sich trocken an? Dann ist es Zeit zu gießen. Ist sie noch feucht, warte noch ein paar Tage.

Wie gieße ich meine Pflanzen am besten?

Falls du vermeiden willst, dass Wasser beim Gießen überläuft, stelle deine Pflanzen einfach ins Waschbecken oder in die Dusche. Dort kannst du sie einfach abbrausen. Lass sie ein paar Minuten zum Trocknen stehen und wische den Boden des Untersetzers ab. Hängepflanzen lässt du etwa 15 - 20 Minuten über dem Waschbecken oder der Duschwanne hängen, damit sie in Ruhe abtropfen kann. Eine Gießkanne tut es natürlich auch.

Licht

Wieviel Licht braucht meine Pflanze?

Genau wie beim Gießen ist auch beim Thema Licht die Art der Pflanze entscheidend. Efeututen sind anspruchslose Pflanzen, die in dunklen Räumen genauso gut wachsen wie in lichtdurchfluteten. Glückskastanie, Aloe Vera und Ananaspflanze sind jedoch wahre Sonnenanbeter, deshalb fühlen sie sich an einem sonnigen Standort am wohlsten.

Welche Pflanzen mögen schattige Plätze?

Falls du zuhause nur wenig Tageslicht bekommst: keine Sorge! Es gibt genügend schattenliebende Zimmerpflanzen, mit denen du deine eigenen vier Wände verschönern kannst. Boston-Farn, Einblatt, Monstera, Gummibaum und Bogenhanf gedeihen alle an schattigen Orten.

Was ist der Unterschied zwischen direkter Sonneneinstrahlung, indirekter Sonneneinstrahlung, Halbschatten und Schatten?

Es gibt drei Möglichkeiten Lichtquellen zu kategorisieren – Schatten/Halbschatten, indirekte Sonneneinstrahlung und direkte Sonneneinstrahlung. Zimmer, die nach Norden gehen, kleine Fenster haben oder durch Bäume verdeckt sind, bieten Schatten bzw. Halbschatten. Indirekte Sonneneinstrahlung findet sich meist in Räumen mit Ostfenstern oder viel natürlichem Tageslicht. Bei direkter Sonneneinstrahlung strahlt die Sonne direkt durch dein Fenster und taucht deine Pflanzen fünf, sechs Stunden lang in Licht. Diese Art von Licht ist perfekt für Kakteen, Sukkulenten und andere tropische Pflanzen, die in der Sonne gedeihen.

Richtige Pflanzenerde und Nährstoffe

Was ist die beste Pflanzenerde für Zimmerpflanzen?

Je größer deine Pflanzenfamilie wird, desto mehr wirst du merken, dass sie unterschiedliche Anforderungen an die Erde haben. Sukkulenten lieben einen grobkörnigen Boden, durch den Wasser schnell abfließt. Farne mögen Erde mit einem hohen Humusanteil aus kompostierten Blättern. Generell enthält hochwertige Pflanzenerde für Zimmerpflanzen Torf, Vermiculit (eine Art Mineral) und Perlit (vulkanisches Glas). Diese Bestandteile absorbieren Feuchtigkeit und machen die Erde kompakt. Allerdings trocknen sie relativ schnell aus, deshalb solltest du alle paar Tage prüfen, ob du deine Pflanzen gießen musst.

Wie oft sollte ich meine Pflanzen düngen?

Am besten düngst du deine Pflanzen im Frühling und Sommer, denn in dieser Zeit haben die meisten Pflanzen ihre Wachstumsphase. Unser Pflanzenpflege-Tipp: Gib deinen Schützlingen während dieser Monate alle zwei Wochen neuen Dünger.

Wie kann ich Erde zum Eintopfen vorbereiten?

Wenn du deine Pflanzenerde bestmöglich aufbereitest, werden es dir deine Pflanzen danken! Du kannst die Erde anreichern, indem du sie mit Bio-Kompost und Rindenmulch bedeckst – so erhält sie eine Extraportion Nährstoffe. Außerdem solltest du die Pflanzenerde anfeuchten, bevor du deine Pflanze eintopfst. Das hilft bei der Wurzelbildung und unterstützt gesundes Wachstum.

Umtopfen

Wie topfe ich eine Pflanze um?

Es mag kompliziert klingen, aber umtopfen ist gar nicht schwer. Im Prinzip hilfst du deiner Pflanze nur zu gedeihen. Zuerst füllst du einen größeren Topf mit Blumenerde und machst in der Mitte eine kleine Vertiefung. Entferne dann deine Pflanze sanft aus ihrem alten Topf und pass auf, dass du die Wurzeln dabei nicht verletzt. Möglicherweise musst du ein bisschen auf den Boden des Topfes klopfen, damit sich die Pflanze besser löst. Jetzt kannst du die Pflanze in die Vertiefung im neuen Topf setzen, aufrecht halten und die Wurzeln mit Erde bedecken. Drücke die Erde fest, damit die Pflanze genügend Halt hat. Jetzt nur noch gießen, et voilà!

Wie kann ich eine Pflanze vermehren?

Es gibt mehrere Möglichkeiten deine Zimmerpflanzen zu vermehren. Eine der gängigsten Methoden ist ein Blatt durchzuschneiden, es in Wurzelpulver zu tauchen und dann in die Erde zu stecken. Oder du schneidest den Stengel etwa 3 bis 5 cm unter dem Blatt ab, hältst ihn in Wurzelpulver und topfst ihn dann ein. Je nach Art wurzelt deine Pflanze vielleicht besser in einem Glas kaltem Wasser. Sobald sich neue Wurzeln gebildet haben, kannst du den Sprössling einpflanzen.

Luftfeuchtigkeit, Klima und Jahreszeiten

Wie kann ich die Luftfeuchtigkeit für meine Pflanzen erhöhen?

Während der kalten, trockenen Monate ist es ratsam, zuhause für mehr Luftfeuchtigkeit für deine Pflanzen zu sorgen. Zum Glück ist das ganz einfach! Manche Pflanzen mögen es regelmäßig mit einer Sprühflasche befeuchtet zu werden. Tabletts mit Kieselsteinen sind für andere Pflanzen geeigneter, denn sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit um die Pflanze herum. Auch Luftbefeuchter sind eine gute Wahl – nicht nur für deine Wohnung, sondern auch für Menschen und Pflanzen. Alternativ kannst du deine Pflanzen auch in Feuchträume wie das Bad oder die Küche stellen.

Wie pflege ich meinen Pflanzen im Sommer?

Da die meisten Pflanzen ihre Wachstumsphase im Sommer haben, sind sie in dieser Zeit naturgemäß auch durstiger. Prüfe daher noch regelmäßiger den Feuchtigkeitsgrad der Pflanzenerde. Genau wie wir können Pflanzen einen Sonnenbrand bekommen. Wenn deine Pflanzen indirektes Licht bevorzugt, stelle sie lieber an einen schattigen, kühlen Ort. Außerdem solltest du deine Pflanzen regelmäßig von kranken Blättern und Zweigen befreien, damit sie besser wachsen können.

Was muss ich bei der Pflanzenpflege im Winter beachten?

Im Winter machen die meisten Pflanzen eine kleine Wachstumspause. Deshalb brauchen sie in dieser Zeit auch weniger Wasser. Falls möglich, kannst du deine Pflanze an ein sonnigeres Plätzchen stellen. Da die Tage im Winter kürzer sind, sollten deine Pflanzen so viel Tageslicht wie möglich erhalten. Eine Raumtemperatur zwischen 12 - 18° C ist ideal. Nachts sollten die Pflanzen nicht in Fensternähe stehen.

Tierwohl

Welche Pflanzen sind für Hunde giftig?

Es gibt einige Pflanzen und Blumen, die für Hunde giftig sind. Falls dein Hund eine der folgenden Pflanzen isst, musst du ihn sofort zum Tierarzt bringen:

  • Narzissen

  • Lilien

  • Azalee

  • Rittersporn

  • Mistel

  • Efeu

  • Aloe Vera

  • Amaryllis

Welche Pflanzen sind für Katzen giftig?

Auch für Katzen sind viele Pflanzen giftig. Die meisten sind sowohl für Katzen als auch für Hunde schädlich, daher solltest du sie lieber komplett vermeiden. Falls deine Katze an den folgenden Pflanzen knabbert, frage deinen Tierarzt um Rat:

  • Lilien

  • Tulpen

  • Eibe

  • Chrysantheme

  • Einblatt

  • Monstera

  • Farne

  • Eukalyptus

Weitere Tipps zur Pflanzenpflege

Was brauchen Pflanzen, um zu überleben?

Diese fünf Dinge brauchen Pflanzen, um zu überleben: Wasser, Tageslicht, Luft, Nährstoffe und Platz zum Wachsen. Solange du deine Pflanze mit diesen fünf Dingen versorgst, werden sie gesund und glücklich sein.

Wie kann ich die Blätter meiner Pflanze säubern?

Mit der Zeit setzt sich Staub auf den Blättern deiner Pflanze ab. Deshalb solltest du deinen Pflanzen ab und zu einen Wellness-Tag unter der Dusche gönnen. Brause die Blätter mit lauwarmen Wasser ab, um sie von Staub zu befreien, und trockne sie sanft mit einem Mikrofasertuch ab.

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