
Haustierfreundliche Blumen: Sichere und giftige Sorten für Hunde und Katzen
Viele Schnittblumen sind für Haustiere giftig. Besonders Lilien gelten für Katzen als lebensbedrohlich. Aber auch Tulpen, Nelken oder Rittersporn können für Hunde und Katzen gefährlich sein.
Gleichzeitig sind nicht alle Blumen automatisch riskant. Einige Sorten werden laut tierärztlicher Einschätzung als unbedenklich eingestuft, andere können leichte Reizungen verursachen oder gelten als stark giftig. Zudem reagieren Hunde und Katzen unterschiedlich empfindlich auf bestimmte Blumenarten. Deshalb lohnt es sich, die jeweilige Sorte genau zu prüfen – vor allem, wenn du Blumen versenden oder dein Zuhause mit Schnittblumen dekorieren möchtest.
Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, wähle gezielt haustierfreundliche Blumen wie Rosen, Freesien, Lisianthus oder Astilben. Alternativ sind auch unsere blumenfreien Geschenksets eine wunderbare Überraschung. So kannst du zum Beispiel mit Brownies, Kuchen oder Prosecco eine besondere Aufmerksamkeit versenden. Noch flexibler ist ein Gutschein: So können sich Tierbesitzer:innen selbst etwas Passendes aussuchen, das für ihren Haushalt geeignet ist.
Sind alle Blumen für Haustiere gefährlich?
Nein. Entscheidend ist die jeweilige Blumenart und die Einstufung für die Tierart. Während manche Schnittblumen als unbedenklich gelten, können andere Magenreizungen, Hautirritationen oder schwerwiegende Vergiftungserscheinungen auslösen. Dieser Überblick bezieht sich auf dekorative Schnittblumen und Blumensträuße. Bei Garten- oder Wildpflanzen kann die Bewertung abweichen.
TL;DR: Das Wichtigste in Kürze
Viele beliebte Schnittblumen sind giftig für Haustiere
Lilien sind für Katzen besonders gefährlich
Rosen, Freesien und Astilben gelten als unbedenklich
Die Einschätzungen stammen von einer Tierärztin der Blue Cross Pet Charity
Expertentipps zu haustierfreundlichen Blumen
Gemeinsam mit der Blue Cross Pet Charity haben wir zusammengestellt, welche Blumen für Hunde und Katzen unbedenklich sind und welche du besser vermeiden solltest. Dieser Überblick bezieht sich auf Schnittblumen und dekorative Blumensträuße. Bei Garten- oder Wildpflanzen kann die Einstufung abweichen.
Die Einschätzungen stammen von Caroline Reay, Leiterin des Veterinärdienstes bei Blue Cross. Sie ist seit 1987 als Tierärztin tätig, wurde an der Universität Bristol ausgebildet und ist auf Tierschutz und Radiologie spezialisiert. Ihre Erfahrung macht sie zu einer verlässlichen Expertin rund um das Thema Haustiersicherheit.

Was ist für Hunde unbedenklich?
Die folgenden Blumen gelten laut Blue Cross als unbedenklich für Hunde, wenn dein Hund gelegentlich daran schnuppert oder vorbeiläuft:
Astilben (Prachtspieren)
Heideblumen
Freesien
Thlaspi (Hellerkräuter)
Lisianthus
Limonium (auch Strandflieder oder Meerlavendel genannt)
Olive
Klebsamen
Weidenkätzchen
Skabiosen
Löwenmäulchen
Levkojen
Ehrenpreis
Chamelaucium
Trotzdem sollten Hunde auch von unbedenklichen Sorten nicht regelmäßig größere Mengen fressen.
Giftige Blumen für Hunde: Worauf du achten solltest
Nicht jede giftige Blume ist automatisch lebensbedrohlich. Blue Cross unterscheidet zwischen „etwas giftig“ und „sehr giftig“.
ETWAS GIFTIG
Diese Blumen können Magenreizungen oder Hautirritationen hervorrufen. Deshalb sollten sie bitte von Hunden ferngehalten werden:
Hasenohren
Glockenblumen
Mannstreu
Mäusedorn
Goldruten
SEHR GIFTIG
Diese Blumen können für Hunde extrem gefährlich oder sogar lebensbedrohlich sein und gehören nicht in einen Haushalt mit Hunden:
Sterndolden
Klematis
Craspedia
Rittersporn
Eukalyptus
Sprengen
Lavendel
Milchsterne
Pfingstrosen
Ranunkeln
Greiskräuter
Dianthus Solomio
Nelken
Bartnelken
Tulpen
Was ist für Katzen unbedenklich?
Bei diesen Blumen brauchst du dir keine Sorgen um deine Katze zu machen:
Astilben
Heideblumen
Freesien
Thlaspi (Hellerkräuter)
Lisianthus
Limonium (auch Strandflieder oder Meerlavendel genannt)
Olive
Klebsamen
Weidenkätzchen
Löwenmäulchen
Levkojen
Ehrenpreis
Chamelaucium
Auch hier gilt: Unbedenklich bedeutet nicht, dass Blumen dauerhaft angeknabbert werden sollten.
Giftige Blumen für Katzen: Besonders hohes Risiko
Katzen reagieren empfindlicher auf bestimmte Blumen. Besonders Lilien gelten als hochgiftig.
ETWAS GIFTIG
Diese Blumen können Magenreizungen oder Hautirritationen hervorrufen. Also bitte von Katzen fernhalten:
Hasenohren
Mannstreu
Inkalilien
Heideblumen
Goldruten
SEHR GIFTIG
Teile dieser Blumen können für Katzen äußerst gefährlich oder sogar lebensbedrohlich sein und sollten nicht in einem Haushalt, in dem Katzen leben stehen:
Sterndolden
Glockenblumen
Klematis
Craspedia
Rittersporn
Eukalyptus
Sprengen
Lavendel
Lilien
Milchsterne
Mäusedorn
Pfingstrosen
Ranunkeln
Greiskräuter
Dianthus Solomio
Nelken
Bartnelken
Tulpen
Warum knabbern Katzen an Pflanzen?
Katzen zeigen häufig ein natürliches Knabberverhalten. Dabei geht es nicht um Nährstoffe, sondern meist um die Unterstützung der Verdauung. Das Kauen auf Pflanzen kann helfen, verschluckte Haare aus dem Magen-Darm-Trakt zu befördern.
Gerade Wohnungskatzen haben häufig mehr Kontakt mit Zimmerpflanzen, da sie keinen Zugang zu Gras oder Außenbereichen haben. Deshalb ist es besonders wichtig, in Haushalten mit Katzen auf ungiftige Blumen und Pflanzen zu achten.
Was tun, wenn mein Haustier eine giftige Blume gefressen hat?
Wenn du vermutest, dass dein Hund oder deine Katze an einer als giftig eingestuften Sorte geknabbert hat, solltest du schnell handeln.
Wende dich an eine Tierarztpraxis und gib möglichst genau an, um welche Blume es sich handelt. Falls möglich, halte ein Foto oder einen Pflanzennamen bereit. Besonders bei als „sehr giftig“ eingestuften Arten wie Lilien, Tulpen oder Rittersporn ist eine umgehende Behandlung wichtig.
Woran erkenne ich eine mögliche Vergiftung?
Nach dem Kontakt mit einer als giftig eingestuften Blume können Symptome je nach Art und aufgenommener Menge innerhalb weniger Stunden auftreten. Typische Anzeichen sind Erbrechen, Durchfall, starkes Speicheln, Zittern, Apathie oder allgemeine Schwäche. Auch Unruhe oder Veränderungen der Atmung können auftreten.
Wenn dein Haustiert solche Symptome zeigt, solltest du es umgehend zum Tierarzt bringen.
FAQ: Haustierfreundliche Blumen
Können Hunde und Katzen auf unbedenklichen Blumen herumkauen?
Die als unbedenklich eingestuften Blumen gelten laut Blue Cross grundsätzlich als sicher. Trotzdem sollte kein Tier regelmäßig große Mengen an Pflanzen fressen. Selbst ungiftige Pflanzen können bei übermäßigem Verzehr Verdauungsprobleme verursachen.
Was sollte ich beachten, wenn ich Blumen versende?
Erkundige dich vorab, ob Tiere im Haushalt leben. Wähle dann gezielt haustierfreundliche Blumen, wie Rosen, Freesien oder Lisianthus und vermeide bekannte Risikopflanzen wie Lilien oder Tulpen.
Wie kann ich mein Zuhause sicher dekorieren, wenn ich Haustiere habe?
Setze bevorzugt auf die als unbedenklich eingestuften Blumen und platziere auch diese so, dass Tiere keinen direkten Zugang dazu haben. Besonders gefährliche Arten wie Lilien oder Tulpen sollten grundsätzlich nicht im Haushalt mit Katzen oder Hunden stehen.
Warum sind manche Blumen für Hunde unproblematisch, aber für Katzen gefährlich?
Ob eine Blume riskant ist, hängt von der Tierart ab. Hunde und Katzen reagieren unterschiedlich auf bestimmte Pflanzenstoffe. Während einige Blumen für beide problematisch sein können, gelten andere nur für Katzen oder nur für Hunde als gefährlich. Deshalb ist es wichtig, die jeweilige Einstufung getrennt zu prüfen und nicht automatisch davon auszugehen, dass eine für Hunde sichere Blume auch für Katzen unbedenklich ist – und umgekehrt.
Fressen Hunde und Katzen giftige Blumen aus Instinkt nicht?
Leider nein. Auf Instinkt ist kein Verlass. Neugier, Spieltrieb oder Langeweile reichen oft, damit Tiere auch an riskanten Pflanzen knabbern. Darum ist die sicherste Lösung, bekannte Risikopflanzen wie Lilien oder Tulpen gar nicht erst im Haushalt zu haben.
Sind Schnittblumen genauso riskant wie Zimmerpflanzen?
Auch wenn eine Blume grundsätzlich als unbedenklich gilt, sollten Haustiere keine Schnittblumen anknabbern. Gekaufte Blumen können mit Pflanzenschutzmitteln behandelt worden sein.
Deshalb gilt: Auch sichere Sorten sollten außer Reichweite von Hunden und Katzen stehen.
