Unsere Stellungnahme zu moderner Sklaverei - Modern Slavery Statement
Wir bei Bloom & Wild möchten, dass das Versenden und Empfangen von Blumen genauso schön ist wie die Blumen selbst. Wir haben uns dazu verpflichtet, unser Unternehmen umsichtig zu führen, deshalb investieren wir in jede Stufe unserer Supply Chain höchste Sorgfalt. Wir wissen, dass moderne Sklaverei und Menschenhandel sowohl im Vereinigten Königreich als auch weltweit weiterhin ein Thema sind. Daher haben wir uns dauerhaft dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass jeder, der in unsere Geschäftsaktivitäten und unsere Supply Chain involviert ist, fair behandelt wird.
Erklärung zur modernen Sklaverei 2025
Einleitung
Bei der Bloom & Wild Group ist es unser Ziel, die erste Adresse dafür zu sein, das Leben ein wenig aufmerksamer und schöner zu machen. Diese Achtsamkeit prägt auch unser Geschäftsgebaren und die Sorgfalt, die wir in jeder Stufe unserer Lieferkette walten lassen.
Wir wissen, dass moderne Sklaverei und Menschenhandel weltweit – einschließlich im Vereinigten Königreich – weiterhin ernsthafte Probleme sind. Wir verpflichten uns, sicherzustellen, dass alle Personen, die an unserem Unternehmen und unserer Lieferkette beteiligt sind, fair und mit Respekt behandelt werden.
Diese Erklärung beschreibt die fortlaufenden Schritte, mit denen wir moderne Sklaverei und Menschenhandel in unseren Geschäftsabläufen identifizieren, verhindern und adressieren. Sie umfasst unsere Unternehmensstruktur und Lieferketten, unsere Leitlinien, unsere Verfahren zur Risikobewertung, die von uns durchgeführte Due Diligence, unsere Schulungen sowie die Messung unserer Wirksamkeit.
Diese Erklärung bezieht sich auf Maßnahmen und Aktivitäten im Geschäftsjahr 1. April 2024 bis 31. März 2025.
Wir veröffentlichen diese Erklärung mit einem klaren Link von unserer Startseite und laden sie in das britische Register für Erklärungen zur modernen Sklaverei hoch.
Über die Bloom & Wild Group
Unser Unternehmen und unsere Struktur
Wir sind ein in Großbritannien ansässiger Online-Blumenversand. 2013 gegründet, haben wir den ersten Blumenstrauß entwickelt, der durch den Briefschlitz passt. Heute bieten wir ein breites Sortiment an handgebundenen Blumen, Pflanzen und aufmerksam ausgewählten Geschenken.
Der Hauptsitz der Bloom & Wild Group befindet sich in London; weitere Büros bestehen in Amsterdam und Paris. Unsere Logistikstandorte/Lager befinden sich in Nuneaton (UK), Amstelveen (NL) und Clichy (FR). Die meisten Mitarbeiter sind direkt bei uns angestellt; in Hochphasen arbeiten wir mit seriösen, lizenzierten Agenturen zusammen, um saisonale Arbeitskräfte einzusetzen.
Unsere Lieferketten
Unsere Lieferkette besteht aus einem breiten Netzwerk vertrauenswürdiger Partner und umfasst drei Hauptbereiche:
Produktlieferanten – darunter Anbauer, die unsere Blumen und Pflanzen in Europa und Afrika (insbesondere in den Niederlanden und Kenia) kultivieren. Weitere Geschenke (z. B. Schokolade, Vasen) beziehen wir von sorgfältig geprüften Partnern. Die Beschaffung aus beiden Kontinenten ermöglicht die Ausrichtung an natürlichen Vegetationszyklen, sichert gleichbleibende Qualität und reduziert den Bedarf an energieintensiv beheizten Gewächshäusern im Winter (Näheres in unseren Nachhaltigkeitsberichten).
Dienstleistungspartner – etwa Logistikunternehmen, die Bestellungen bis an die Haustür liefern, sowie Auftragnehmer für essenzielle Dienstleistungen wie Reinigung in unseren Lagern.
Personaleinsatz über Agenturen – wir arbeiten an allen Standorten mit seriösen, lizenzierten Agenturen zusammen, um in Hochphasen temporäre Arbeitskräfte einzubinden.
Unsere Richtlinien
Wir überprüfen und aktualisieren unsere Richtlinien fortlaufend. Sie geben klare Leitplanken, wie wir moderne Sklaverei bekämpfen – intern für Mitarbeiter und extern für Lieferanten. Die Aufsicht liegt beim Lenkungsausschuss gegen moderne Sklaverei, geleitet vom operativen Geschäftsführer Devin Sinclair. Die operative Verantwortung liegt bei den Bereichen Nachhaltigkeit und Recht.
Für unsere Lieferanten
Verhaltenskodex für Lieferanten: Erwartung an Menschenrechte und ethische Geschäftspraxis, u. a. zu fairer Bezahlung, angemessenen Arbeitszeiten, Arbeitsschutz sowie Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit. Lieferanten unterschreiben unseren Kodex oder weisen nach, dass ihr eigener Kodex dieselben Standards erfüllt.
Richtlinie für verantwortungsvolle Beschaffung: Lieferanten und deren Subunternehmer müssen unsere Anforderungen zu Menschenrechten und Arbeit erfüllen. In der Zierpflanzenbranche orientieren wir uns – wo anwendbar – an Zertifizierungen aus dem FSI-Standardkorb. Wir prüfen die Übereinstimmung durch Selbstauskünfte und Dokumentenprüfungen und können bei Verdacht auf Nicht-Einhaltung Audits verlangen. Lieferanten müssen sichere, vertrauliche und sanktionsfreie Hinweisgeberkanäle bereitstellen; zudem bieten wir eine vertrauliche Meldestelle unter [email protected]. Bei negativen Auswirkungen erwarten wir zügige Korrekturmaßnahmen und Zusammenarbeit bei fairer, zeitnaher Abhilfe.
Für unsere Mitarbeiter
Verhaltenskodex (Code of Ethics): Legt das erwartete Verhalten bei der Vertretung des Unternehmens fest. Wir streben höchste Standards an – auch bei internationalen Aktivitäten und im Lieferkettenmanagement.
Richtlinie zu Zeitarbeitskräften: Einsatz ausschließlich lizenzierter, seriöser Agenturen; Compliance-Prüfung vor Beauftragung und regelmäßig danach. Im Sinne verantwortungsvoller Rekrutierung untersagen wir Gebühren für Bewerber/Arbeitskräfte, überwachen Rekrutierungsprozesse und verlangen Korrekturmaßnahmen bei Auffälligkeiten.
Richtlinie zu Chancengleichheit und Vielfalt: Pflichten des Unternehmens und aller Mitarbeiter zu Diversity, Inclusion und Equal Opportunities – einschließlich diskriminierungsfreier Arbeitsbedingungen und fairer Rekrutierung. Sie erläutert, was Diskriminierung ist, wie Vorfälle eskaliert werden und wie wir reagieren.
Für alle
Hinweisgeberrichtlinie: Wir ermutigen alle – Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner –, Bedenken im Zusammenhang mit unserem Unternehmen oder unserer Lieferkette zu melden, insbesondere alles, was das Risiko moderner Sklaverei erhöhen könnte. Unsere vertraulichen Verfahren ermöglichen Meldungen ohne Angst vor Repressalien.
Bewertung und Management von Risiken
Im Rahmen unserer Due Diligence erstellen wir jährlich eine Nachhaltigkeitsstrategie, informiert durch Stakeholder-Dialoge und externe Expertise. Diese Strategie prüft, welche Teile unseres Geschäftsmodells, unserer Lieferketten und Partner einem erhöhten Risiko moderner Sklaverei ausgesetzt sind. Wir berücksichtigen dabei insbesondere:
Risiko der Tätigkeit,
Materialität/Größenordnung für unser Geschäft,
Einfluss-/Steuerungsmöglichkeit. Kurz gesagt: Wir priorisieren Bereiche mit dem höchsten Risiko und den größten Volumina bzw. Personenzahlen – besonders dort, wo wir eine direkte Geschäftsbeziehung haben.
Bereiche mit dem höchsten Risiko
Blumenanbauer im Ausland: Chancen (Arbeitsplätze, Investitionen), aber erhöhte Risiken für Menschenhandel und Ausbeutung; sektorspezifisch u. a. Rekrutierungsgebühren und übermäßige Überstunden.
Produktion: Der wachsende Lager-/Fulfillment-Sektor und saisonale Spitzen erhöhen das Risiko von Ausbeutung; wir arbeiten mit Arbeitsagenturen zur Abdeckung schwankender Bedarfe.
Mehrkategorie: Kakao-Lieferketten: In neueren und wachsenden Kategorien ist der Schokoladensektor sowohl risikoreich als auch materiell bedeutsam.
Hersteller im Ausland: Bestimmte Hardware (z. B. Pflanzgefäße, Vasen) wird im Ausland gefertigt; dadurch ist die Transparenz über Rekrutierungs- und Beschäftigungspraktiken begrenzter.
Unsere Due-Diligence-Prozesse
Zur Adressierung der genannten Risiken setzen wir gezielte Maßnahmen ein: Richtlinien, Kontrollen im Onboarding von Lieferanten, Zertifizierungen/Audits (wo relevant), Einbindung von Beschäftigten und Lieferanten sowie Beschwerde- und Abhilfemechanismen, ergänzt um laufendes Monitoring und Eskalationswege. Prioritäre Maßnahmen:
Blumenanbauer im Ausland
Wir orientieren uns an Rahmenwerken und Leitfäden von Fachorganisationen wie SEDEX, dem Bureau of International Labor Affairs (ILAB) und der Floriculture Sustainability Initiative (FSI). Von Anbauern in Hochrisikoländern verlangen wir glaubwürdige Sozialzertifizierungen (gemäß FSI-Standardkorb) und überwachen diese monatlich.
Wir arbeiten eng mit zentralen kenianischen Anbaupartnern zusammen, die das Wohlergehen der Beschäftigten priorisieren (z. B. Gleichstellungsausschüsse, Ethik-Trainings, subventionierte Verpflegung, Gesundheitsprogramme). Mitglieder unseres oberen Führungsteams – einschließlich der Geschäftsleitung – haben die wichtigsten Anbauer besucht; wir stehen in kontinuierlichem Dialog zu Rekrutierungs- und Beschäftigungspraktiken sowie Risikominderungen.
Produktion
Einsatz nur ausgewiesener, seriöser Agenturen; Prüfung neuer Agenturen vor dem Personaleinsatz. Agenturen und freie Mitarbeiter müssen Praktiken zur Minderung des Modern-Slavery-Risikos vorweisen, die länderspezifischen Anforderungen entsprechen – einschließlich geeigneter Richtlinien, relevanter Zertifizierungen bzw. behördlicher Aufsicht (GLAA im Vereinigten Königreich; SNA in den Niederlanden; behördliche Aufsicht DREETS und URSSAF in Frankreich) – sowie wirksamer Reaktionspläne. Zur Sensibilisierung schulen wir relevante Beschäftigte – einschließlich Zeitarbeitskräften – in der Erkennung von Anzeichen moderner Sklaverei und den Meldewegen.
Mehrkategorie: Kakao-Lieferketten
Unsere Due Diligence bei Schokolieferanten umfasst die Bewertung des Unternehmens und seiner Lieferkette zur Risikoidentifikation und -minderung (u. a. Richtlinienprüfungen, Vor-Ort-Audits, Zusammenarbeit mit unabhängigen Organisationen für faire Arbeit).
Wir priorisieren Lieferanten mit klaren Verpflichtungen zu ethischer Beschaffung (z. B. Fairtrade, Rainforest Alliance, Tony’s Open Chain) mit strengen Arbeitsstandards (inkl. Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit) und regelmäßigen Audits.
Derzeit betrachten wir Schokolieferanten fallweise; perspektivisch standardisieren wir den Ansatz für Kakao-Lieferketten weiter.
Allgemeine Due Diligence bei wichtigen Lieferanten
Alle Lieferanten müssen unseren Verhaltenskodex für Lieferanten unterzeichnen und einhalten. Dies ist über unsere Lieferbasis hinweg zur Norm geworden; nahezu alle Hauptpartner haben bereits unterzeichnet. Neue Lieferanten werden ohne diese Verpflichtung nicht eingebunden.
Mehrkategorie-Lieferanten und Logistikpartner füllen unseren Due-Diligence-Fragebogen aus, der über Ja/Nein-Antworten hinausgeht. Abgefragt werden u. a. Richtlinien, detaillierte Informationen zur Belegschaft (Anzahl, Nationalitäten, Vertragsarten), das Vorliegen von Rekrutierungsgebühren sowie Nachweise über Audits/Zertifizierungen. Antworten werden sorgfältig geprüft; bei Unklarheiten oder Bedenken fragen wir nach.
Abhilfe- und Beschwerdemechanismen
Jede Person, die mit unserem Unternehmen oder unserer Lieferkette in Berührung kommt, soll Bedenken äußern und Abhilfe erhalten können. Wir stellen mehrere Beschwerdekanäle bereit, darunter eine interne Meldestelle und [email protected] – offen für Mitarbeiter, Zeitarbeitskräfte, Lieferanten, Kunden und Dritte. Meldungen können anonym erfolgen; Schutz vor Repressalien ist gewährleistet.
Zur Bewusstseinsbildung informieren wir in Schulungen für Lagerleiter, Teamleiter und Zeitarbeitskräfte über Risiken moderner Sklaverei und Meldewege; zudem hängen Hinweisplakate in den Lagern aus.
Derzeit verfügen wir noch nicht über ein formal ausgearbeitetes, betroffenenorientiertes Abhilfe-Protokoll. Wir wissen, dass Vertragsbeendigungen allein nicht genügen und Abhilfe auf die Wiederherstellung der Rechte der Betroffenen abzielen muss. Entsprechend den aktuellen Leitlinien des britischen Innenministeriums und von Stronger Together entwickeln wir ein schrittweises Abhilfe-Protokoll und einen Fonds, damit betroffene Arbeitskräfte bei festgestellter Zwangsarbeit/Ausbeutung wirksame Abhilfe – einschließlich Entschädigung – erhalten.
Anforderungen an die Lieferkette
Wir bewerten fortlaufend das Risiko von Menschenhandel und Sklaverei in unserer Lieferkette und gehen keine Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten ein, die wissentlich in solche Aktivitäten involviert sind. Diese Verpflichtung kommunizieren wir klar an Mitarbeiter, Partner, Lieferanten und Auftragnehmer und geben unsere ethischen Standards entlang der Lieferkette weiter.
Unser Vorauswahl-Fragebogen für Lieferanten hilft uns, Beschäftigungs- und Rekrutierungspraktiken sowie Risikobewertungen zu verstehen und Transparenz über die gesamte Lieferkette „end-to-end“ herzustellen. Partner werden kontinuierlich risikobasiert bewertet und anlassbezogen erneut geprüft, wenn sich das Risikoprofil ändert.
Mindestprinzipien für Lieferanten
Anstellung ist freiwillig gewählt
Keine Kinderarbeit
Mindestens gesetzlicher Mindestlohn
Sichere und hygienische Arbeitsbedingungen
„Employer Pays“-Prinzip (kein Arbeitnehmer darf für einen Job bezahlen)
Diese Prinzipien verankern wir vertraglich mit neuen Schlüssellieferanten; Verträge mit Bestandslieferanten werden regelmäßig überprüft, erneuert und aktualisiert. Wir behalten uns vor, Kontrollen unserer Lieferanten (einschließlich unangekündigter Besuche) durchzuführen und gemeinsam identifizierte Probleme zu beheben – einschließlich fairer, zeitnaher Abhilfe, wenn ein Schaden entstanden ist.
Schulung
Wir halten alle einschlägigen arbeitsrechtlichen Vorgaben bei Einstellung, Onboarding und Training ein und fördern zusätzlich das mentale und körperliche Wohlbefinden sowie die berufliche Entwicklung unserer Teams.
Unsere Richtlinie zu Chancengleichheit und Vielfalt dient als Leitfaden zur Vermeidung von Diskriminierung. Pflichtschulungen zu Diversity und Inklusion umfassen u. a. bewusste Inklusion, Herkunft und Ethnizität sowie LGBTQ+-Themen. Relevante Unternehmensrichtlinien – Verhaltenskodex, Anti-Belästigung und Mobbing, Anti-Bestechung und Korruption sowie Hinweisgeberrichtlinie – sind für alle online verfügbar und werden im strukturierten Onboarding vermittelt.
Für Beschäftigte im operativen Einsatz haben wir ein speziell zugeschnittenes Trainingsprogramm implementiert – zu Sensibilisierung, Erkennung und Prävention moderner Sklaverei sowie zum richtigen Handeln bei Verdachtsfällen. Mitarbeiter lernen, Bedenken über definierte Kanäle zu melden und nicht eigenmächtig einzugreifen, wenn Sicherheitsrisiken bestehen. Außerdem schulen wir die Eskalationswege, damit Hinweise schnell und sicher an die richtigen Stellen gelangen.
Mitglieder des Personalteams, leitende Manager an Lagerstandorten sowie Verantwortliche großer Lieferantenbeziehungen haben Spezialschulungen mit Stronger Together absolviert. Durch zielgerichtete Trainings, visuelle Aushänge in den Lagern und kontinuierliche Weiterbildung befähigen wir die Belegschaft, potenzielle Fälle moderner Sklaverei zu erkennen und zu melden.
Bedenken melden
Wenn Sie einen Verdacht haben, melden Sie ihn bitte umgehend. Unsere Hinweisgeberkanäle sind in der Hinweisgeberrichtlinie beschrieben. Es ist immer besser, Bedenken frühzeitig zu äußern, bevor daraus schwerwiegende Vorfälle oder Verstöße werden. Diese Kanäle stehen Mitarbeitern, Zeitarbeitskräften, Lieferanten, Kunden und allen anderen offen. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie etwas melden sollen, schreiben Sie an [email protected].
Wir überprüfen und bewerten regelmäßig die Wirksamkeit unserer Maßnahmen zur Einhaltung des Modern Slavery Act.
Genehmigung
Diese Erklärung wurde von Aron Gelbard, Geschäftsführer der Bloom and Wild Limited, genehmigt und unterzeichnet.